König Ludwig II von Bayern

König Ludwig II

von Bayern

Märchenkönig und tragische Figur

Filmreif – so würde man heute das Leben von Ludwig II. beschreiben. Seine exzentrische Persönlichkeit, seine Regentschaft, sein geheimnisumwittertes Leben, seine fantastischen Schlösser und nicht zuletzt sein mysteriöser Tod sind von Legenden umwoben.

Eine Story, die schon früh begann:

Am 25.08.1845 wird Ludwig als ältester Sohn von Kronprinz Maximilian und Kronprinzessin Marie auf Schloss Nymphenburg in München geboren. Das Kind wird auf den Namen Otto Friedrich Wilhelm Ludwig getauft, doch der Großvater besteht auf dem Rufnamen Ludwig. Letztendlich er- und behält sein jüngerer Bruder den Namen Otto… Ihre Kindheit und Jugend verbringen die Brüder vor allem auf Schloss Hohenschwangau, in der Umgebung ihrer Erzieher. In dem Schloss kam Ludwig bereits frühzeitig mit der Sagenwelt des Mittelalters in Berührung, die dort in zahlreichen Wandgemälden und -behängen dargestellt ist. Die Beziehung zu den Eltern ist von Distanz bestimmt. Vater Max widmet sich vorrangig seinen Regierungsgeschäften und kommt  wenig mit dem schwärmerischen Wesen seines Sohnes zurecht. Auch die Mutter gibt ihm nicht die notwendige Nähe. Die Söhne erfahren eine von Strenge geprägte Erziehung, die auch Strafe und Züchtigung vorsah. Beide erhalten eine umfassende Geistesbildung, wobei Ludwig schon früh starke Neigungen zu Musik und Literatur erkennen lässt. Besonders der Komponist Richard Wagner übt einen enormen Einfluss auf Ludwig aus.
 

Schloss Hohenschwangau
Schloss Herrenchiemsee

1864 stirbt der Vater und so folgt ihm der schöne, hochgewachsene Prinz im Alter von 18 Jahren auf den Thron. Was die Aufgaben betrifft, ist er völlig unvorbereitet. Politik gehört nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen, doch der junge Monarch stürzt sich zunächst mit Feuereifer ins Amt. Seine Begeisterung lässt bald nach, doch die Regierungsaufgaben erledigte er stets pünktlich und pflichtgemäß.

Als tiefreligiöser Mensch ist Ludwig von Beginn seiner Regentschaft an davon überzeugt, ein König von Gottes Gnaden zu sein. Aus diesem Grund lehnt er Krieg als Mittel der Konfliktlösung ab. Die politische Lage zwingt ihn dennoch zwei Mal während seiner Regentschaft in die Schlacht zu ziehen. Weil die Kriege verloren werden und für Bayern verheerende Folgen haben, denkt der friedliebende König sogar ernsthaft über eine Abdankung nach.

Die Ausgaben des Märchenkönig übersteigen die Staatskasse. Doch der Bayernkönig hat Visionen: Er träumt davon Flugmaschinen zu bauen und damit über den Starnberger See zu fliegen. Mit seinen Schlössern Linderhof, Neuschwanstein und Herrenchiemsee lässt er wahre Kunstwerke schaffen.

Obwohl Ludwig verschwenderisch ist, gibt er das Geld nicht nur für seinen Luxus aus. Eine seiner ersten Amtshandlungen als König ist, das Gehalt der Hofangestellten zu erhöhen. Außerdem ist er ein Pionier der Sozialversicherung: Schon beim Bau seines Schlosses Neuschwanstein gibt es einen Krankenunterstützungsverein, dem sich die Arbeiter anschließen konnten.

Aufgrund seines Vermögens kann sich Ludwig II. einen Großteil seiner Träume erfüllen. Doch mit den Zwängen des Hoflebens findet er sich nicht immer zurecht. Die eingegangene Verlobung mit Sophie Charlotte, Herzogin von Bayern, löst er wieder auf, weil er sie nicht liebt. Viel besser versteht er sich mit ihrer Schwester, seiner Cousine Elisabeth ("Sissi"). Die sensible Kaiserin von Österreich ist bei Hofe ebenfalls eine Außenseiterin und ihm deshalb eine Seelenverwandte.

Schloss Linderhof
Schloss Neuschwanstein

In seinen letzten Lebensjahren taucht Ludwig immer stärker in eine Scheinwelt der Kunst und Musik ab. Vielen am Hof ist er deshalb ein Dorn im Auge. Kurz vor seinem Tod verdichten sich die dramatischen Ereignisse: Am 12.06.1886 wird der Bayerische König von einer Regierungskommission gefangen genommen, nachdem ihn mehrere Ärzte zuvor für unheilbar geisteskrank erklärt und entmündigt hatten. Es herrschen allgemeine Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Entmündigung.

Mysteriös sind die Umstände seines Todes einen Tag später. Am Abend des 13.06.1886 unternimmt Ludwig II. mit seinem Arzt einen Spaziergang am Starnberger See. Später werden er und der Arzt tot im seichten Wasser des Sees aufgefunden. Die offizielle Version: Ludwig hat seinen Arzt umgebracht, um sich das Leben nehmen zu können. Bis heute ranken sich zahlreiche Legenden um den Tod Ludwigs II.

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